The war is over

Veröffentlicht am 24.12.2025

THE WAR IS OVER

Frieden schließen mit dem, was ist.

Frieden schließen mit dem, was ist.

Herzlich willkommen!

Ich kenne Krieg. Nicht den zwischen Staaten, sondern den im Inneren. Den, der entsteht, wenn Wahrheit und Zugehörigkeit nicht zusammenpassen.

Ich stand vor einer Wahl, die sich nicht falsch anfühlte:
Bleiben und mich selbst verlieren – oder gehen und die Menschen verlieren, die ich liebe. Ich bin gegangen. Nicht, weil der Weg leicht war, sondern weil ich nicht anders konnte.

Darf ich das?
Oder bin ich damit schuldig, im Sinne der Anklage?

Der Krieg in mir ist damit nicht einfach verschwunden.
Er verändert sich. Manchmal wird er leiser. Manchmal meldet er sich zurück.

Ich kann die Welt im Außen nicht retten kann. Doch ich kann Verantwortung übernehmen für das einzige Feld, auf dem ich wirklich handlungsfähig bin: mein eigenes Leben.

The War Is Over ist kein Zielzustand. Es ist ein Prozess.
Ein langsames Herauslösen aus Schuld, Angst und alten Prägungen.

Wenn du hier bist, geht es vielleicht auch für dich nicht um schnelle Antworten – sondern um den Mut, ehrlich unterwegs zu sein.

The „War Is Over“ ist keine Befreiungsgeschichte. Es ist eine Geschichte über den Preis der Freiheit.

Jeff Forster

Leiden setzt ein, wenn wir das Leben bekämpfen wie es ist."

Das Buch

Johanna wächst als Zeugin Jehovas auf. Die Regeln ihres Gottes sind streng. Sie tut, was man von ihr erwartet und versucht, eine gute Christin zu sein. Doch ein Teil ihres Herzens bleibt unangepasst und rebellisch. Als sie sich in ein Mädchen verliebt, gerät sie schließlich in einen emotionalen Konflikt, der sich immer mehr ausweitet – bis sie innerlich fast zerbricht und das Richtige tut: radikal aussteigen.

Aber der Kampf ist damit nicht vorbei: Sie verliert ihre Familie, Freunde, lässt alles zurück. Sie ist auf sich allein gestellt. Vor ihr liegt eine lange Zeit des Ringens um innere Freiheit, erfüllende Liebe und ein authentisches Leben. Als ihr Vater viele Jahre später plötzlich im Sterben liegt, hält Johanna seine Hand.

„Ich war von Kindesbeinen an in eine Welt gebettet, die mich anders haben wollte, als ich war. Um meinen eigenen Weg finden und gehen zu können, musste ich kämpfen. Also kämpfte ich, vor allem darum, mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin.“

Veröffentlicht am 24.12.2025

Portrait-Foto Johanna Pardo

Der Blog

Ein Buch entsteht selten aus einem spontanen Impuls.
Meist ist es das Ergebnis eines langen inneren Weges.

Hinter jedem Kapitel dieses Buches steht ein Impuls, eine Entwicklung und ein Aspekt unseres Menschseins. Ich möchte tiefer einsteigen und sichtbar machen, was diese Impulse für mich persönlich bedeuten. Zugleich möchte ich Räume öffnen – für Austausch, für Einordnung und für ein größeres Verständnis der Erfahrungen, die wir machen und oft lange mit uns tragen.

Ich nehme dich mit in die Gedanken hinter dem Buch, den Kapiteln und meiner Geschichte. Nicht, um sie zu erklären oder zu deuten, sondern um sie zugänglich zu machen. Denn meine Geschichte ist nicht nur meine. Sie berührt etwas Grundsätzliches: unser Menschsein mit all seinen Irrungen, Brüchen und Herausforderungen.

Vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle wieder. Vielleicht hilft dir das, deine eigenen Erfahrungen neu einzuordnen – und Schritt für Schritt mehr Frieden mit dir selbst zu schließen.

Die Autorin

Das Schlimmste was für mein Leben passieren konnte, ist passiert. Ich habe meine Familie verloren. Papa, Mama, Bruder, Neffe, Nichte, Onkels, Tanten, Cousinen und Cousins. Mein Ein und Alles. Mein Heiligtum. Mein Leben. Das wofür ich vor 30 Jahren noch gestorben wäre, ist heute nicht mehr Teil meines Lebens. Bis heute weiß ich nicht, wie ein gutes Leben ohne meine Familie möglich ist, doch ich lerne jeden Tag wie ich mit diesem Schmerz leben kann. 

Ich verlor meine Familie nicht bei einem Autounfall, oder weil ich eine Mörderin bin, sondern schlicht, weil ich einen anderen Weg gehen musste, als der, der mir von ihnen vorgegeben wurde. Ich verlor das Wertvollste meines Lebens,  weil ich meine eigene Geschichte schreiben wollte.

Ob so ein Ausbruch ohne Kampf möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Doch auch 15 Jahre nach meinem Verlust stellte ich fest, dass ich immer noch kämpfte, obwohl ich längst in Sicherheit war. 

Am Ende ging es gar nicht (mehr) um den Kampf um Akzeptanz im Außen, sondern um die eigene, uneingeschränkte und bedingungslose Annahme meines Selbst, so wie ich bin. Der Krieg endete in mir, als ich dazu bereit war.

Vielleicht habe ich nicht die besten Vorausetzungen für Glück geschenkt bekommen, doch ich werde nie aufgeben danach zu streben.. 

Johanna Eva Pardo

Friedensforscherin